Archäologischer Wanderpfad Fischbeker Heide

Archäologischer Wanderpfad Fischbeker Heide

Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide bewahrt nicht nur eine der letzten großen Heideflächen im Hamburger Raum — es ist auch ein Archiv der Kulturgeschichte. Auf dem archäologischen Wanderpfad sind Hügelgräber, Landwehrgräben, Hohlwege und mittelalterliche Grenzmarkierungen zugänglich, die andernorts durch Bebauung und Landwirtschaft verschwunden sind.

Bronzezeitlicher Grabhügel in der Fischbeker Heide — im Spätsommer von Heidekraut umgeben

Grabhügelgruppe Fischbek

Im westlichen Teil des Schutzgebiets liegt eine der bedeutendsten Grabhügelgruppen der Region: Über 40 Hügel aus der Bronzezeit (ca. 1800–700 v. Chr.) und der frühen Eisenzeit sind erhalten. Die Hügel wurden überwiegend als Einzel- und Brandgräber genutzt; einige zeigen Wiederverwendungen über mehrere Jahrhunderte.

Die Grabhügelgruppe ist die größte erhaltene Konzentration dieser Art im Hamburger Umland

Mittelalterliche Landwehr

Eine doppelreihige Landwehr aus dem 14./15. Jahrhundert, die die Grenzen des hamburgischen Landgebiets markierte, ist im Norden des Schutzgebiets über mehrere Kilometer sichtbar. Der Wall-Graben-Wall-Aufbau ist stellenweise bis zu 1,5 Meter hoch erhalten. Die Landwehr diente gleichzeitig als Zollkontrollpunkt für den Hamburger Fernhandel.

Der Wall-Graben-Aufbau der Landwehr ist im bewaldeten Bereich besonders gut erkennbar

Praktische Hinweise

Länge: ca. 11 km (Hauptroute) | Dauer: 3–4 Stunden | Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel (sandige Wege) | Ausgangspunkt: Parkplatz Fischbeker Heide, Fischbeker Heideweg, 21149 Hamburg-Fischbek | Karte und Begleitheft im Naturschutzzentrum Fischbek und beim Geschichtsverein Harburg erhältlich.