Archäologischer Wanderpfad Fischbeker Heide
"Die Fischbeker Heide ist reich an Kulturdenkmälern. Es gibt Hunderte von Begräbnisstätten aus beinahe allen geschichtlichen Epochen. Einige sind gut zu erkennen, andere erst durch wissenschaftliche Forschung wiederentdeckt worden. Die meisten Gräber stammen aus der Bronzezelt. Sie wurden also vor 3000 bis 4000 Jahren angelegt.
An insgesamt 11 Stationen möchten wir Ihnen die Denkmäler, aber besonders auch die Menschen hinter den Objekten näherbringen. Mit dem, was heute noch erhalten Ist, zeigen wir Ihnen, was gewesen sein mag."
Ausgewählte Stationen
Station 4 - Blickfang - Grabhügel der älteren Bronzezeit: "Bronze, brachte viele Veränderungen mit sich. Vor 4500 Jahren tauchten zunächst die ersten Kupfergegenstände im Norden auf: Schmuck und Werkzeuge. Bald folgten bronzene Güter. Sie fanden reißenden Absatz. Denn Bronze bedeutete Status und Prestige. Auch die Grabanlagen baute man nun sehr aufwändig. Mehrere Meter hohe Grabhügel wurden für die Oberschicht aufgeschüttet."
Station 7 - Restbestände - Doppelgrabhügel der Stein- und Bronzezeit: " Eine kleine Pfeilspitze aus Feuerstein war der bescheidene Rest aus der unteren Bestattung in diesem Grabhügel. Die darüberliegende Bestattung (oberer Steinkreis) war fundleer. Eine derartige Fundarmut kann verschiedene Ursachen haben."
Station 9 - Aufhebenswertes - Rekonstruierte Bestattungen der mittleren Bronzezelt: Dieser Grabhügel stammt aus der mittleren Bronzezeit (1300 - 1100 Chr.). "Häufig sind die Überbleibsel in den Gräbern das einzige Material, mit dem wir die Toten (zumindest im Geiste), wieder auferstehen lassen. Mit etwas Glück können Kleidung, Berufe oder die soziale Stellung rekonstruiert werden."
Praktische Hinweise
11 Stationen: Länge: ca. 3,8 km | Dauer: 1,5 - 2 Stunden | Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel (sandige Wege) | Startpunkt: Parkplatz Fischbeker Heide/ Waldfrieden, Falkenbergsweg, 21149 Harburg