Bardowick war im frühen Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt an der Alten Salzstraße und Bischofssitz — bevor Heinrich der Löwe 1189 die Stadt zerstörte. Der Rundgang führt zu den wichtigsten erhaltenen Zeugnissen dieser Geschichte.
Station 1: Dom St. Peter und Paul
Der romanische Dom ist das bedeutendste erhaltene Bauwerk Bardowicks. Die heutige Stiftskirche geht auf einen Vorgängerbau des 9. Jahrhunderts zurück. Besonders sehenswert: der gotische Hochaltar (um 1425) und die mittelalterlichen Wandmalereien im Chorbereich.
Station 2: Domherrenhöfe
Rund um den Dom gruppierten sich im Mittelalter die Höfe der Domherren. Einige Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind erhalten und geben einen Eindruck der klerikalen Lebensweise. Die Inschriften an den Torbögen wurden im 18. Jahrhundert erneuert.
Station 3: Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung
Von der ursprünglichen Stadtmauer sind nur wenige Abschnitte erhalten. Der Wall im Nordosten des Ortes zeigt noch die charakteristische Aufschüttung des frühmittelalterlichen Befestigungsrings. Archäologische Grabungen in den 1990er Jahren legten Siedlungsspuren des 8. und 9. Jahrhunderts frei.
Bardowick ist ein steinernes Buch der Geschichte — wer lesen kann, findet auf jedem Schritt ein Kapitel.
Praktische Hinweise
Der Rundgang ist ca. 2,5 km lang und gut zu Fuß zu bewältigen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Dom. Führungen werden vom Heimatverein Bardowick angeboten — Termine auf Anfrage. Der Dom ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.